Das Web ist Mobile

von Christian Ziron — Gepostet in Design am 11. Juli 2014

Das sich der digitale All- und Arbeitstag von den gewohnten Strukturen der Büroumgebung und des heimischen Schreibtischs losgelöst hat, wird durch die Allgegenwärtigkeit mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets sichtbar. Mobile First! Schallte es bereits zum Anfang der 2010´er Jahre durch den Äther. Was es damit auf sich hat und ob die ausgegebene Losung tatsächlich Hieben und Stichen standhalten kann, soll überprüft werden.

Die hier beginnende Serie von Artikeln will einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich des Webdesign geben, die Spannung zwischen Desktop und Mobile Design verständlich machen, sowie pro und contra abwägen und mögliche blinde Flecken ausleuchten. Zum Einstieg wird quasi Grundlagenforschung betrieben.

Suchmaschinenbetreiber Google hat die Firma AnswerLab beauftragt herauszufinden, welche Erfahrungen die Nutzer mit den vorhandenen mobilen Webseitenangeboten machen und was die Optimierungsaufgaben sind denen Betreiber mobiler Webseiten sich stellen sollten. Die Ergebnisse von AnswerLab liegen seit Ende April in einer anschaulich aufbereiteten Version vor. 119 Stunden wurden die Teilnehmer der Studie in mehreren Sitzungen dabei beobachtet, wie Sie mit Ihrem eigenen iOS oder Android Smartphone auf unterschiedlichsten Webseiten verschiedenste Vorgänge, wie etwa die Buchung einer Dienstleistung oder die Abwicklung einer Bestellung, vornahmen. Die Auswertung durch Google kommt zu 25 Prinzipien, welche sich nach 5 Schwerpunkten gliedern.

Vom Monitor zum Screen

Die Eingabemethode per Touch hat die Bedienung von mobilen Endgeräten deutlich komfortabler und für einen Großteil der User das mobile Internet überhaupt erst zugänglich gemacht. Stetig wachsende Absatzzahlen bei Smartphones und Tablets und die sinkenden Verkäufe bei Desktop PCs und Laptops – spricht heute eigentlich noch irgendwer von Netbooks? – zeigen zudem deutlich auf, dass ein Großteil der Online verfügbaren Inhalte heute nicht mehr vornehmlich auf Desktop Monitoren mit 21“ und größer betrachtet werden. Monitore bieten eine Menge Platz um viele Informationen gleichzeitig zu präsentieren und organisieren, wohingegen auf den mobilen Screens der Blick zentriert wird. Die veränderte Umgebung für die Darbietung und den Abruf von Inhalten stellt die Designer und Entwickler vor neue Herausforderungen, bietet viele Möglichkeiten und nicht weniger an Stolperfallen. Folgt die Form noch immer der Funktion oder steht ein Paradigmenwechsel bevor?

Über Blick und über Sicht

Wie können die vielfältigen Inhalte mit einer größtmöglichen Übersichtlichkeit auf den kleineren Screens in Einklang gebracht werden? AnswerLab hat für Google herausgefunden, dass der Großteil der Nutzer auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen und Auswahlmöglichkeiten erkennen will. Mut zur Lücke, sprich schlüssige Priorisierung der verfügbaren Menus und Auswahlfilter oder effizientes Raummanagement? Die wichtigsten calls-to-action (nennen wir ab hier Eingabeaufforderungen) sollen maximal eine Daumenstreckung, am besten weniger entfernt liegen, so die erste Erkenntnis des Google Whitepapers. In vielen Fällen führen die Mobile First! Anstrengungen allerdings zu fragwürdigen Resultaten bzw. Darstellungen bei der Nutzung im Desktop Browser. Viele für mobile Anwendungen optimierte Webseiten sehen auf Desktops ein wenig verloren aus. Bedarf es der Erstellung und Pflege zweier eigenständiger Seiten – eine Mobil, die andere Stationär? Oder kann eine Webseite auf beiden Geräteklassen gut bedienbar und gut aussehend sein? Diesen und anderen Fragen werden die folgenden Artikel nachgehen und immer wieder die geronnenen Einsichten der Google Studie aufnehmen und auswerten. Zur Einstimmung zeigt der nebenstehende Ausschnitt die für mobile Screens angepasste Variante von airbnb.com. An Hand dieser Ansicht und einiger Weiterer werden die folgenden Artikel die Grundsätze der AnswerLab Studie erläutern und Hinterfragen. Zum Abschluss und als Einstimmung auf die nächste Episode folgende Frage: ist die Größe des Bildschirms überhaupt ausschlaggebend für die Entscheidung welches Design zum Vorschein kommt? Und eine noch: Wie würden die Überlegungen ausfallen, wären Webseiten zuerst für mobile Browser entwickelt worden?

 

Das Web ist Mobile

Design

Webdesign in Mobilen Zeiten - Brainstorming

Das sich der digitale All- und Arbeitstag von den gewohnten Strukturen der Büroumgebung und des heimischen Schreibtischs losgelöst hat, wird durch die Allgegenwärtigkeit mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets sichtbar. Mobile First! Schallte es bereits zum Anfang der 2010´er Jahre durch den Äther. Was es damit auf sich hat und ob die ausgegebene Losung tatsächlich Hieben und Stichen standhalten kann, soll überprüft werden.

Die hier beginnende Serie von Artikeln will einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich des Webdesign geben, die Spannung zwischen Desktop und Mobile Design verständlich machen, sowie pro und contra abwägen und mögliche blinde Flecken ausleuchten. Zum Einstieg wird quasi Grundlagenforschung betrieben.

Suchmaschinenbetreiber Google hat die Firma AnswerLab beauftragt herauszufinden, welche Erfahrungen die Nutzer mit den vorhandenen mobilen Webseitenangeboten machen und was die Optimierungsaufgaben sind denen Betreiber mobiler Webseiten sich stellen sollten. Die Ergebnisse von AnswerLab liegen seit Ende April in einer anschaulich aufbereiteten Version vor. 119 Stunden wurden die Teilnehmer der Studie in mehreren Sitzungen dabei beobachtet, wie Sie mit Ihrem eigenen iOS oder Android Smartphone auf unterschiedlichsten Webseiten verschiedenste Vorgänge, wie etwa die Buchung einer Dienstleistung oder die Abwicklung einer Bestellung, vornahmen. Die Auswertung durch Google kommt zu 25 Prinzipien, welche sich nach 5 Schwerpunkten gliedern.

Vom Monitor zum Screen

Die Eingabemethode per Touch hat die Bedienung von mobilen Endgeräten deutlich komfortabler und für einen Großteil der User das mobile Internet überhaupt erst zugänglich gemacht. Stetig wachsende Absatzzahlen bei Smartphones und Tablets und die sinkenden Verkäufe bei Desktop PCs und Laptops – spricht heute eigentlich noch irgendwer von Netbooks? – zeigen zudem deutlich auf, dass ein Großteil der Online verfügbaren Inhalte heute nicht mehr vornehmlich auf Desktop Monitoren mit 21“ und größer betrachtet werden. Monitore bieten eine Menge Platz um viele Informationen gleichzeitig zu präsentieren und organisieren, wohingegen auf den mobilen Screens der Blick zentriert wird. Die veränderte Umgebung für die Darbietung und den Abruf von Inhalten stellt die Designer und Entwickler vor neue Herausforderungen, bietet viele Möglichkeiten und nicht weniger an Stolperfallen. Folgt die Form noch immer der Funktion oder steht ein Paradigmenwechsel bevor?

Über Blick und über Sicht

Wie können die vielfältigen Inhalte mit einer größtmöglichen Übersichtlichkeit auf den kleineren Screens in Einklang gebracht werden? AnswerLab hat für Google herausgefunden, dass der Großteil der Nutzer auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen und Auswahlmöglichkeiten erkennen will. Mut zur Lücke, sprich schlüssige Priorisierung der verfügbaren Menus und Auswahlfilter oder effizientes Raummanagement? Die wichtigsten calls-to-action (nennen wir ab hier Eingabeaufforderungen) sollen maximal eine Daumenstreckung, am besten weniger entfernt liegen, so die erste Erkenntnis des Google Whitepapers. In vielen Fällen führen die Mobile First! Anstrengungen allerdings zu fragwürdigen Resultaten bzw. Darstellungen bei der Nutzung im Desktop Browser. Viele für mobile Anwendungen optimierte Webseiten sehen auf Desktops ein wenig verloren aus. Bedarf es der Erstellung und Pflege zweier eigenständiger Seiten – eine Mobil, die andere Stationär? Oder kann eine Webseite auf beiden Geräteklassen gut bedienbar und gut aussehend sein? Diesen und anderen Fragen werden die folgenden Artikel nachgehen und immer wieder die geronnenen Einsichten der Google Studie aufnehmen und auswerten. Zur Einstimmung zeigt der nebenstehende Ausschnitt die für mobile Screens angepasste Variante von airbnb.com. An Hand dieser Ansicht und einiger Weiterer werden die folgenden Artikel die Grundsätze der AnswerLab Studie erläutern und Hinterfragen. Zum Abschluss und als Einstimmung auf die nächste Episode folgende Frage: ist die Größe des Bildschirms überhaupt ausschlaggebend für die Entscheidung welches Design zum Vorschein kommt? Und eine noch: Wie würden die Überlegungen ausfallen, wären Webseiten zuerst für mobile Browser entwickelt worden?

 

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Mit dem einen Bein fest in der Digitalität, das andere im Fahrwasser des Analogen. Bodydouble der Grinsekatze in den Alice im Wunderland Filmen. Überzeugt, dass Gadgets den Menschen nicht besser machen, trotzdem deren Unterhaltungsfaktor nicht unterschätzt. Zum Frühstück mal kross mit Schokocroissant und Kaffee, mal knackig mit Rote Beete Bagel und Mango Lassi. Googled wie ein Boss. Lieblingsyoutubekanal. Lieblingsplatte. Und ganz viele Pandas

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